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Zahnfleischästhetik

Ein Zahnfleischlächeln, klinisch definiert als übermäßiges Freilegen des Zahnfleisches, ist dadurch gekennzeichnet, dass beim Lächeln mehr als 2–3 Millimeter Zahnfleischgewebe sichtbar sind. Folgende Faktoren können dazu beitragen:
Übermäßiges Zahnfleischgewebe (Hyperplasie)

Hyperplasie ist die abnormale Entwicklung des Zahnfleischgewebes. Ursachen hierfür können sein:

Medikamente: Bestimmte Medikamente wie Phenytoin (Dilatin) und Nifedipin können als Nebenwirkung übermäßiges Zahnfleischwachstum verursachen.
Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Schwankungen im Zusammenhang mit Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren können zu Veränderungen der Zahnfleischstruktur führen.
Mangelnde Mundhygiene: Plaque- und Zahnsteinbildung können das Zahnfleischwachstum fördern und zu Gingivitis und Parodontitis führen.

Zu kurze Oberlippe oder überaktive Lachmuskeln

Eine kurze Oberlippe oder überaktive Lachmuskeln können die Oberlippe weiter als normal nach hinten ziehen und so mehr Zahnfleisch freilegen. Ursachen für dieses Problem können sein:

Genetische Faktoren: Die kurze Oberlippe, die ein Zahnfleischlächeln verursacht, kann genetisch von den Eltern vererbt werden.
Hyperaktive Muskeln: Überaktive Lachmuskeln können die Oberlippe weiter nach hinten ziehen als normal und so mehr Zahnfleisch freilegen.

Vertikaler Oberkieferüberschuss

Vertikaler Oberkieferüberschuss ist ein Zustand, bei dem der Oberkieferknochen übermäßig lang ist und hervorsteht. Dadurch erscheinen die oberen Zähne zu weit vorne, was zu einem Zahnfleischlächeln führt.
Zahn- und Skelettfaktoren

Zahn- und Skelettprobleme wie Fehlbiss und große Zähne können ein Zahnfleischlächeln verursachen. Fehlstellungen der Zähne können die anderen oberen Zähne nach vorne drücken. Zu große oder unregelmäßige Zähne können mehr Zahnfleisch freilegen als normal.
Umfassende Lächelanalyse und -diagnose

Um die Ursache eines Zahnfleischlächelns genau zu diagnostizieren, ist eine umfassende Untersuchung erforderlich. Diese Untersuchung kann Folgendes umfassen:

Mündliche Untersuchung: Eine detaillierte Untersuchung Ihrer Zähne, Ihres Zahnfleisches und Ihres Kiefers.

Gesichtsanalyse: Beurteilung der Position Ihrer Lippen, Zähne und Kieferknochen.

Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahmen und 3D-Scans können zur Beurteilung der zugrunde liegenden Struktur erforderlich sein.

Botox-Behandlung bei Zahnfleischlächeln

Botox-Injektionen sind eine nicht-chirurgische Behandlungsoption für Zahnfleischlächeln, die durch überaktive Lippenmuskeln verursacht werden. Durch die vorübergehende Entspannung dieser Muskeln reduziert Botox die beim Lächeln sichtbare Zahnfleischmenge. Die Wirkung von Botox ist in der Regel vorübergehend und hält nur wenige Monate an.
Lippenkorrektur

Die Lippenkorrektur ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Oberlippe neu positioniert wird, um die Zahnfleischbelastung zu minimieren. Der Eingriff kann mit verschiedenen Techniken wie Nähten oder Lasern durchgeführt werden. Die Lippenkorrektur kann nachhaltigere Ergebnisse als Botox-Injektionen bieten.
Kieferorthopädische Behandlungen

In manchen Fällen kann eine kieferorthopädische Behandlung ein Zahnfleischlächeln korrigieren, das durch Zahnfehlstellungen verursacht wird. Bei diesem Eingriff werden die oberen Schneidezähne zurückgezogen, um die Interaktion zwischen Lippen und Zähnen zu verbessern. Eine kieferorthopädische Behandlung kann auch dabei helfen, die Zähne auszurichten und zu nivellieren und so zu einem ausgeglicheneren und harmonischeren Lächeln beizutragen.